Vorm Startschuss zum 31. Lübbeseelauf

Organisatoren der IG Postheim Templin erwarten am Sonnabend erneut ein starkes Starterfeld

 

Von Uwe Werner

Templin. Zur 31. Auflage des Lübbeseelaufs erwarten die Organisatoren der IG Postheim am kommenden Sonnabend, dem 13. September 2014, wieder eine große Läuferschar in Templin. „Mit Hilfe unserer treuen Sponsoren und vielen fleißigen Helfern haben wir wieder alles bestens vorbereitet. Und eine Zahl von mehr als 100 Voranmeldungen lässt uns auf eine ähnlich große Resonanz hoffen wie im Vorjahr, als wir 266 Läuferinnen und Läufer im Ziel begrüßen konnten“, sagte der Vereinsvorsitzende der IG Postheim, Harald Rau. Wie immer geht es für Aktiven beim Lübbeseelauf auch um wertvolle Punkte in der Sparkassen-Cup-Wertung der Uckermärker.

Die Laufstrecken führen durch die herrliche Landschaft der Buchheide und teilweise direkt am Ufer des Lübbesees entlang. „Für die verschiedenen Altersgruppen sind Distanzen über 20, zehn, sechs und zwei Kilometer ausgeschrieben. Außerdem bieten wir Nordic Walking an“, informierte Harald Rau.

Start und Ziel befinden sich am Biergarten des Ahorn-Seehotels. Das Organisationsbüro ist ab 8 Uhr geöffnet. Meldeschluss ist am Wettkampftag um 9.30 Uhr. Zum Umziehen und Duschen können die Teilnehmer wie in den Vorjahren die Räumlichkeiten der Schwimmhalle nutzen. Im Zielbereich wird wieder ein Obstbüffet eingerichtet, und es gibt für jeden Läufer ein kostenloses warmes Mittagessen.

Eröffnet wird der 31. Lübbeseelauf am 13. September um 9.45 Uhr. Der erste Start (20 km) erfolgt um 10 Uhr. Die weiteren Startzeiten: 10 km und Nordic Walking – 10.10 Uhr, 6 km - 10.20 Uhr, 2 km – 10.25 Uhr. Die Siegerehrungen beginnen um 12 Uhr. Ab 11.30 Uhr gibt es Mittagessen. Die Siegerehrungen sind ab 12.30 Uhr geplant.

„Als Startgebühr, die wie immer am Wettkampftag vor Ort zu bezahlen ist, werden sieben Euro für Erwachsene und drei Euro für Schüler (bis 16 Jahre) erhoben. Die Zeitnahme erfolgt elektronisch. Zeitnahme-Chips werden vom Veranstalter gestellt. Die Sieger(innen) in der Cup-Wertung erhalten jeweils einen Pokal. Die drei Erstplatzierten der jeweiligen Altersklassen werden mit einer Urkunde geehrt“, teilte Harald Rau mit.

Pokalverteidiger auf der 20 km-Strecke sind René Latzke von der LG Oberhavel (Altersklasse M35) und Sylke Möbius vom TSV 62 Prenzlau (W 45). Über die 10 km waren im Vorjahr Rainer Thomas vom SCC Berlin (M45) und Steffi Skara (W30) von den Schwedter Hasen die Schnellsten.

Ob die Tscherokesen so was tun?

Ein total abgefahrenes Hindernisrennen über 23 Kilometer führt 371 Extremsportler über Stock und Stein, durch Wald und Sumpf

Von Uwe Werner

Templin. „Die spinnen, die Deutschen!“ – Das dürfte wohl häufig zu hören sein, falls ein Stammesmitglied der Cherokee (deutsch: Tscherokesen, sie selbst bezeichnen sich als Tsalagi) im fernen Amerika erfahren sollte, was da am Sonnabend in Templin los war. Denn für ein wahrhaft verrücktes Rennen hatten die Organisatoren vom Outdoor-Abenteuer erprobten PAS-Team aus Süddeutschland die Bezeichnung „Cherokee-Run“ gefunden.

Foto Uwe Werner

Für die 371 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet sowie weit gereiste Gäste aus den USA, Österreich, der Schweiz, Belgien und den Niederlanden ging es dabei 23 Kilometer rund um den Röddelinsee - über Stock und Stein, durch Wald und Sumpf sowie übers Wasser und zahlreiche Hindernisse, die ihren Namen aber so etwas von verdient haben! Start und Ziel war, wie könnte es anders sein, die Westernstadt „El Dorado“.

Übrigens, auch Templiner stellten sich den knochenharten Anforderungen mit ganzem Körpereinsatz, Kraft, Ausdauer und viel Teamgeist: Zum Beispiel Nicole Steinland, Lothar Kube und Friedhelm Bartelt von der Laufgrupe IG Postheim. Und auch Rico Bechly, Tim Markwardt und Martin Schulz aus dem Rathaus beim Kräftemessen im Crosslauf, Schwimmen, Klettern, Kriechen und Paddeln im gemeinsamen Team „Kurstadtpower“ mit drei Vertretern aus der Partnerstadt Bad Lippspringe dabei.

„Die Resonanz auf diese Premiere in Templin ist phänomenal“, schwärmte Ursula Schemm, die Pressesprecherin des PAS-Teams. „Wir sind als Veranstalter total begeistert von der tollen Akzeptanz in der Stadt und bei der Bevölkerung“, fügte sie hinzu. Und sie sparte in diesem Zusammenhang auch nicht mit Lob für die Westernstadt, den Waldhof oder das Ahorn Seehotel sowie für all jene Behörden, Vereine, Geschäftsleute, Händler, Feuerwehrleute, Polizisten, DRK-Wasserwachtler und Mediziner, ohne deren ehrenamtlichen Einsatz solch eine große Veranstaltung gar nicht zu stemmen gewesen wäre.

Übrigens, alle 371 ins Rennen gegangenen „Cherokees“, darunter 59 Frauen, haben durchgehalten und - mehr oder weniger ausgepowert - das Ziel erreicht. „Das Wetter war Spitze. Die Zuschauerresonanz kaum zu toppen. Und für den Rettungsdienst gab es lediglich einen einzigen Einsatz. Eine Läuferin war mit dem Fuß umgeknickt. Aber nach dem sie ‚verarztet‘ worden war, hat es auch sie schließlich bis ins Ziel geschafft“, berichtete die nach eigenen Worten „rundum zufriedene“ PAS-Team-Pressesprecherin Ursula Schemm.

Als „First Warrior“ (schnellster Läufer m/w) wurde am Abend in der Westernstadt Simon Klingler (Startnummer 68) mit einer reinen Laufzeit von 1:35:31Stunden geehrt. Platz 2 belegte Henning Wolters (Startnummer 7/1:36:02 h) vor Joseph Appel (Startnummer 426/1:40:22 h).

„First Warrioresse“ (schnellste Läuferin) wurde Lilly Lißnerm aus Berlin (Startnummer 433) mit einer Zeit von 1:46:22 h vor Sarah Drees (Startnummer 176/1:59:10 h) und Franziska Tendel (Startnummer 338/2:06:08 h).

Den Titel „Best Warrior Team“ (schnellstes Team) sicherten sich die Boxfreunde VF mit einer Zeit von 2:05:11 h vor den Schwedter Hasen mit Burkhardt Burmeister, Peter Haarbach, Frank Haarbach, Lutz Finger und Mario Sternkiker (2:05:20 h) und dem „Team LimesRun“ (2:25:10 h). Platz 7 belegten die „Röddeliner Cherokeesen“ in der Besetzung Madelyn Zirkel, Karl-Heinz Finkheiser, Jonas Appenheimer, Peter Wawrzinek und Jonas Grimm.

Und auch der Termin für den 2. Cherokee-Run in Templin steht bereits fest. Es ist der 12. September 2015.

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